Zum Inhalt springen

TEACCH

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung mit Besonderheiten in der Wahrnehmung, Sprache/Kommunikation, soziale Interaktion, Motorik, Interessen und Verhaltensmuster.

Man nennt diese Beeinträchtigung Autismus-Spektrum-Störung (ASS), da sich die verschiedenen Besonderheiten in sehr unterschiedlicher und individueller Ausprägung zeigen. Es wird zwischen Frühkindlichem Autismus, High-Funktional Autismus, Atypischer Autismus und Asperger Syndrom unterschieden.

Kinder mit ASS und einem sonderpädagogischen Förderbedarf werden von der ADD (Aufsichts-und Diensleistungsdirektion) einer Schwerpunktschule oder Förderschule zugewiesen.

Autismus ist eine lebenslange Beeinträchtigung, die nicht medikamentös geheilt werden kann. Deshalb ist es wichtig durch therapeutische Maßnahmen und spezifische pädagogische Förderung manche Symptome abzumildern oder sogar zum Abklingen zu bringen. Eine dieser ganzheitlichen, (heil)pädagogischen Ansätze ist TEACCH und wird an unserer Schule angewandt. So gehen z. B. bei Betroffenen Stereotypien und Zwangshandlungen während der Schulzeit zurück, fehlende Flexibilität und Offenheit gegenüber der Umwelt nehmen zu. Die Schüler können soziales Miteinander erlernen, die ihnen die Interaktion mit anderen erleichtern.

TEACCH Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children (Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder).

Wir suchen für jeden Schüler bzw. jede Schülerin mit diesem Ansatz individuell nach geeigneten Wegen seine bzw. ihre Entwicklung und Selbständigkeit bestmöglich zu unterstützen.

Dies kann z. B. durch die Gestaltung einer geeigneten Lernumgebung sein.

Selbsterklärende Sortieraufgaben sind ein weiteres Beispiel um ein selbständiges Bearbeiten von Aufgaben zu ermöglichen.

Ein Bilderablaufplan beim Toilettengang und anschließendem Händewaschen visualisiert dem Schüler die richtige Reihenfolge. Durch entsprechende Visualisierung werden auch Übergänge mit Raumwechsel deutlich. Der Schüler bzw. die Schülerin nimmt das Schild am Ende des Toilettenablaufplans (gelb) und checkt am Handwaschbecken vorne ein und klebt es an entsprechende Stelle.

Ein weiteres Beispiel für visualisierte Handlungsplanung ist beim Tisch decken.

Auch beim Kochunterricht können die Tätigkeiten strukturiert und selbsterklärend vorbereitet werden.

Dies sind nur einige Beispiele um einem Schüler, je nach seinen individuellen Bedürfnissen, den Schulalltag verständlich und erfahrbar zu gestalten. Jeder Schüler bzw. jede Schülerin bekommt nur die Unterstützung, die er braucht. Benötigt er bzw. sie eine Form der Strukturierung nicht mehr oder in veränderter Form, so wird alles entsprechend angepasst.