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Tag des offenen Klassenzimmers

  • Schulveranstaltung

Einmal im Jahr ist an der Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung am Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus in Landau-Queichheim „Tag des offenen Klassenzimmers“.

Dieser Termin - traditionell am ersten Samstag in der Fastenzeit - bietet interessierten Eltern, aber auch Mitarbeitenden in Kindergartenteams, Schulkollegien und therapeutischen Praxen die Möglichkeit, sich eingehend über die Arbeit der Einrichtung und die Vielfalt der hier gegebenen Möglichkeiten zu informieren. Mehr als 70 Besucherinnen und Besucher nutzten in diesem Jahr die Gelegenheit. 

Darunter auch Corina Burger aus Lachen-Speyerdorf, die mit ihrer auf den Rollstuhl angewiesenen sechsjährigen Tochter Jana am Ende der großen Pause im Physikraum kurz Station macht, um sich mit Lehrerin Kathrin Jung zu unterhalten. Jung bereitet hier gerade die Physikstunde ihrer Klasse vor, in der auch Gäste willkommen sind.  Burger erhofft sich von dem Besuch beim „Tag des offenen Klassenzimmers“ weitere Entscheidungshilfen dafür, ob Jana in die Queichheimer Förderschule eingeschult werden soll. „Hier in Landau kennt sie schon viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, das ist ein großer Vorteil“, sagt sie.

Dann kommen Colin, Tyler und Levin sowie ihre Klassenkameradin, die ebenfalls Jana heißt, zur Physikstunde in den Raum - Kathrin Jung stellt sie vor. Sie gehören zum Abschlussjahrgang, die Gruppe ist aber nicht vollständig, weil einige weitere Mitglieder dieser HS/L 7-9 draußen auf dem Flur als Angehörige einer Schülerfirma den Saftverkauf betreuen, an dem die Gäste des Tages den Durst löschen können. Der angestrebte Abschluss ist die Berufsreife, und die Grundlage für den Physikunterricht ist der Lehrplan der Regelschule, erklärt Kathrin Jung weiter. Thema ist heute die Akustik. Und los gehts mit Stricknadeln, die die jungen Forscher an der Tischkante schnarren lassen. Die Tonhöhe des Schnarrens in Abhängigkeit von der Länge des über die Tischkante hinausragenden Teils der Nadel wird beurteilt, es werden Thesen dazu aufgestellt, die dann auch wieder korrigiert werden müssen. Aber nach und nach findet die Klassengemeinschaft heraus: „Je kürzer der schwingende Teil, desto höher der Ton“. Bestätigt wird das dann durch Versuche mit Gitarrensaiten.

Neben dem Angebot, in den Unterrichtseinheiten aller Stufen zu hospitieren, gibt es unter anderem Schulführungen und Einblicke in das Kletterangebot. Claudia  Eisenbiegler vom im Auftrag der ADD Neustadt in Germersheim eingerichteten „Stützpunkt Sehen“ stellt die Möglichkeiten der Unterstützung sehbeeinträchtigter Schüler und Schülerinnen vor. Schulleitung sowie Schulelternbeirat und Förderverein stehen zum Gespräch bereit. Und neben der „Saftoase“ gibt es im Café und am Kiosk - betrieben von der Werkstufe im Bildungsgang ganzheitliche Entwicklung - weitere Erfrischungsmöglichkeiten für die Gäste.

 

„Wir haben einen tollen Tag gehabt“, kann Schulleiterin Monika Hirschfeld am Ende erfreut bilanzieren. 74 Besucherinnen und Besucher - 52 Eltern, zehn Kinder, acht Erziehungsfachkräfte und vier Lehrkräfte - wurden verzeichnet, „die uns ein hohes Interesse und Wertschätzung entgegen gebracht haben“. Die Schule habe sehr gut präsentiert werden können. „Wir freuen uns immer, die Vielfalt unserer Schülerschaft und die damit verbundenen Angebote zeigen zu dürfen. Die Einblicke in den Unterricht wurden gerne angenommen, und die Eltern potenzieller neuer Schülerinnen und Schüler konnten eine Vorstellung davon mitnehmen, wie bei uns Unterricht sein kann“.  Auch die angenehme Atmosphäre innerhalb des Kollegiums  sei  spürbar gewesen und  entsprechend rückgemeldet worden.

Unterrichtet werden an der Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung des Caritas-Förderzentrums aktuell rund 160 Kinder, die im Wesentlichen aus dem Bereich Landau und Neustadt, den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim sowie aus einigen Orten der Südwestpfalz nach Queichheim kommen. Neben dem Bildungsgang Grund- und Hauptschule gibt es Bildungsgänge  mit dem Förderschwerpunkt Lernen sowie mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung. In der sogenannten Werkstufe können Schülerinnen und Schüler zudem ihrer Berufsschulpflicht nachkommen.

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Auf dem Tisch im Physiksaal warten die Unterrichtsmaterialien auf ihren Einsatz. Links das "Flaschenklavier"
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Die sechsjährige Jana und ihre Mutter Corina Burger lassen mit Unterstützung von Lehrerin Kathrin Jung (Mitte) Kiesel auf Zuruf tanzen.
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Tyler untersucht, wie sich die Tonhöhe des Schnarrens an der Stricknadel ändert, wenn deren frei schwingende Länge verändert wird.
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Colin und Tyler ermitteln, wie sich die Tonhöhe einer Gitarrensaite ändert, wenn die schwingende Länge durch Abdrücken verändert wird.